Meilensteine der Hauni-Geschichte

Hauni ist ein Traditionsunternehmen. Für uns bedeutet das: Wir blicken stolz zurück auf das Erreichte, sind fest in der Gegenwart verankert und haben jede Menge neue Ideen und Pläne für die Zukunft. Gegründet wurde Hauni 1946 von Dr. Kurt A. Körber. Um diese Gründung rankt sich die Legende, dass das erste Verkaufsgespräch in einer Telefonzelle am Hamburger Bahnhof Dammtor stattfand. Erfahren Sie mehr über die Hauni-Geschichte.

DAS IST BISHER PASSIERT

1946

Beginn einer Ära

Kurt A. Körber gründet in Hamburg die Firma Hanseatische Universelle – „Hauni“

Kurt A. Körber, Erfinder, Ingenieur und gebürtiger Berliner, führt der Legende nach am 14. Juli 1946 in einer Telefonzelle am Dammtor-Bahnhof in Hamburg das erste Verkaufsgespräch. Anschließend mietet Körber Räume in Hamburg-Bergedorf und entwickelt mit acht Mitarbeitern von einem 16 Quadratmeter großen Kellerraum aus sein Unternehmen. Zu den ersten Aufgaben gehört das mühevolle Reparieren schrottreifer Zigarettenmaschinen für die westdeutsche Tabakindustrie.

1948

Weiter auf der Erfolgsspur

Körber erfindet die Zigarettenmaschine „GARANT“

In der Silvesternacht 1948 skizziert Körber in einem New Yorker Hotelzimmer auf der Rückseite eines Briefbogens eine neue Hochleistungszigarettenmaschine. Diese Entwicklungsidee verkauft er seinen amerikanischen Geschäftspartnern so selbstbewusst, dass er lange vor der technischen Realisierung der Maschine Abnahmezusagen erhält.

1949

Rund um den Globus

Hauni erweitert das Vertriebsnetz

Ab 1949 erweitert Hauni das weltweite Kunden- und Vertriebsnetz. Sechs Jahre später reicht es von Ägypten bis Vietnam und von Kanada bis Australien. Hauni verschickt nicht nur Maschinenteile in die ganze Welt, sondern sorgt auch dafür, dass eigene Monteure Aufbau und Wartung der Maschinen vor Ort betreuen. In zahlreichen Ländern entstehen Vertretungen, die oft auf frühere Kontakte zurückgehen, die Körber in seiner Zeit bei der Dresdner Universelle geknüpft hat.

1952

Ein neues Werk entsteht

Standort Bergedorf platzt aus allen Nähten

Hauni ist stark gewachsen und beschäftigt inzwischen beinahe 1.000 Mitarbeiter. Die Kapazitätsgrenze des aktuellen Werkes ist erreicht. Daher wird mit dem Bau eines neuen Werkes an der Kampchaussee in Hamburg-Bergedorf begonnen, der heutigen Kurt-A-.Körber-Chaussee. Und es gibt noch mehr Grund zum Feiern: Hauni erhält den ersten Auftrag aus dem Ausland. In Burma soll eine ganze Zigarettenfabrik ausgerüstet werden.

1954

An die Spitze

Filteransetzmaschine „MAX“ wird zum Verkaufsschlager

Die neue Filteransetzmaschine „MAX“ wird nach dem Leiter der Versuchsabteilung bei Hauni, Max Pollmann benannt. Erst die Technik dieses neuen Modells ermöglicht die hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten, auf die moderne Maschinenparks inzwischen ausgerichtet sind. Die ab 1956 ausgelieferte Maschine entwickelt sich – wie später auch ihre Nachfolgermodelle – zu einem Verkaufsschlager.

1955

Alle unter einem Dach

Hauni gründet Filialen weltweit

Alle bedeutenden amerikanischen Zigarettenfabriken haben ihren Hauptsitz in den US-Bundesstaaten Virginia oder North Carolina. Im Frühjahr erwirbt Körber für Hauni ein geeignetes Grundstück an der Ostküste. Spezialisten der Bergedorfer Zentrale leiten dort den Aufbau von Hauni Richmond Inc., das sich zu einem florierenden Unternehmen entwickelt. Es folgen Filialen in Mexiko-Stadt, Buenos Aires, Rom, London und Zürich.

1964

Weltweites Wachstum

Partner der internationalen Tabakmonopole

In nur knapp 20 Jahren hat Kurt A. Körber ein international erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Nach genau 18 Jahren wird der 2.000. Mitarbeiter eingestellt. Zudem steigt Hauni immer weiter in das internationale Geschäft ein. 1964 gewinnt Hauni auch das ägyptische Tabakmonopol als Kunden. Damit beziehen nun alle Tabakmonopole weltweit Produkte aus Bergedorf.

1972

Erfolg in den USA

Jubiläum in der Fertigung

Die Filteransetzmaschine „MAX“ ist in der US-amerikanischen Zigarettenindustrie begehrt. Eine Weiterentwicklung dieses Top-Produktes ist daher sinnvoll. Das Ergebnis ist eine Mehrfach-Rolltrommel (MR). Sie verbessert nicht nur die Qualität der Filterzigaretten erheblich, sondern auch die Leistung der Maschine. Im September 1972 feiert Hauni Richmond die Fertigstellung der 1.500. MR Trommel.

1979

Körber-Gruppe wächst in Europa

Die Decouflé s.a.r.l. in Paris stellt bereits in langjähriger Tradition Maschinen für die tabakverarbeitende Industrie her

Besonders im französischen Sprachraum hat das Unternehmen aufgrund seiner hochwertigen Produkte einen exzellenten Ruf. 1979 gelingt der Körber-Gruppe die Übernahme des Unternehmens. Damit trotzt Körber der weltweiten Rezession, hervorgerufen durch die zweite Ölkrise.

1981

Aus zwei mach eins

Gründung der Körber-Stiftung

Körber fasst seine Stiftungsaktivitäten, bestehend aus der Kurt A. Körber-Stiftung und der Hauni-Stiftung, inhaltlich und organisatorisch zur Körber-Stiftung zusammen. So ist es ihm von nun an möglich, die Stiftungsmittel konzentrierter einzusetzen.

1987

Willkommen in der Körber AG

Entstehung der Konzernholding

Die Hauni-Werke werden zur Körber AG zusammengefasst. Nun sind alle Unternehmen unter einem Dach vereint. Die Körber-Gruppe umfasst jetzt 13 Produktionsstätten in fünf Ländern. Hinzu kommen zahlreiche weitere Niederlassungen und Agenturen rund um den Globus. Das wohl bekannteste Mitglied des Aufsichtsrats der Körber AG zu diesem Zeitpunkt ist Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt.

1989

Aus alt mach neu

Zweites Leben für Hauni-Maschinen

Hauni nimmt Gebrauchtmaschinen aus dem Tabaksektor in den Blick und gründet die Universelle Engineering U.N.I. GmbH. Das Unternehmen überholt und modernisiert gebrauchte Hauni-Maschinen – von Filter- und Zigarettenproduktionslinien über Logistikkomponenten bis hin zu Tabakschneidern. Die Aktivitäten werden in drei Stufen unterteilt: Reparatur, Teilüberholung und Generalüberholung.

1992

Tod des Firmengründers

Kurt A. Körber stirbt in Hamburg

Am 10. August 1992 verstirbt Kurt A. Körber im Alter von 82 Jahren in Hamburg. Alleinige Anteilseignerin der Körber AG wird die Körber-Stiftung. So hat der kinderlose Gründer und Anstifter es bereits 1969 verfügt. Neben seinem unternehmerischen und stifterischen Wirken hinterlässt er weitere Spuren: 2007 wird das Hamburger Gymnasium Billstedt in Kurt-Körber-Gymnasium umbenannt. Und im Stadtteil Bergedorf trägt die ehemalige Kampchaussee fortan seinen Namen. Die Kurt-A.-Körber-Chaussee entsteht.

1993

Erneute Standorterweiterung

Übernahme der Sopiana Maschinenfabrik in Ungarn

Hauni kauft die Hallen und Maschinen der Sopiana Maschinenfabrik und benennt das Unternehmen in Hauni Hungaria um. Es werden zwei Profitcenter gegründet, welche die Montage von Anlagen und die Fertigung von Zerspanungsteilen übernehmen. Rund 200 Mitarbeiter arbeiten für das Unternehmen in Pécs.

2008

Mit Optimismus in die Zukunft

Innovationen verhelfen zu Auftragsboom

Hauni führt den neuen Zigarettenmaker „PROTOS-M8“ mit großem Erfolg in den Markt ein. Die weltweit leistungsfähigste Maschine ihrer Art mit einer Nennleistung von 20.000 Zigaretten pro Minute überzeugt die Kunden. Nicht nur ihre herausragende Geschwindigkeit kommt gut an, sondern auch ihre hohe Effizienz und ungewöhnliche Flexibilität – zum Beispiel bei schnellen Format- und Produktwechseln.

2010

Neue Techniken

Hauni investiert in Messtechnik

Die Hauni Maschinenbau GmbH erweitert mit dem Zukauf des Unternehmens Sodim SAS (Orléans/Frankreich), die eigene Kompetenz im Bereich Mess- und Analysegeräte für Zigaretten- und Filtermaschinen. Die Sodim-Produkte werden künftig über das weltweite Hauni-Vertriebsnetz angeboten.

2013

Grenzen überschreiten – Zuverlässigkeit sichern

Auf den Geschmack gekommen

Die Hauni Maschinenbau AG übernimmt die Borgwaldt-Gruppe mit Stammsitz in Hamburg. Damit erweitert das Unternehmen die Kompetenzen insbesondere bei modernen Mess- und Analysegeräten für die Zigaretten- und Filterherstellung. Mit dem Bereich Flavors kommt außerdem ein neuer Geschäftszweig für Hauni hinzu.

2014

Innovation intelligent integriert

Geschäftsfeld Tabak gewinnt starken Partner

Die Garbuio Dickinson-Gruppe ist neben der Hauni Maschinenbau AG einer der führenden Hersteller für Primary-Equipment und das neueste Unternehmen im Körber-Konzern. Durch den Zukauf stärkt das Geschäftsfeld Tabak seine strategische Position. Mit mehr als 300 Mitarbeitern an Standorten in Italien, Großbritannien, Indonesien und den USA ist Garbuio Dickinson weltweit aktiv und sichert so Kundennähe in den Schlüsselmärkten.

2017

e für Effizienz

Hauni präsentiert den neuen PROTOS-M5e - der weltweit effizienteste Zigarettenhersteller für den 12.000 Zigaretten pro Minute Sektor.

2018

Lösungen für die nächste Produktgeneration

Der neue Multisegment-Maker (MSM) von Hauni umfasst State-of-the-art Technologien und ein modulares Maschinenkonzept. Die anpassbaren Modulkombinationen können eine Vielzahl von Kundenprodukten herstellen.

Mission Digital

Digitalisierung ist ein Game Changer. Hauni hat diese Gelegenheit genutzt, um die Entwicklung neuer Technologien und Ansätze für die Tabakindustrie aktiv mitzugestalten.