Vom grünen Blatt zum vollen Aroma

Garbuio entwickelt, produziert und liefert verschiedene Anlagen und eine umfangreiche Ausrüstung für die Grünblattverarbeitung. Zahlreiche dieser Maschinen sind in Prozesslinien weltweit im Einsatz und sorgen dafür, dass bis zu zwölf Tonnen Tabakblätter pro Stunde verarbeitet werden können.

Vom Feld in die Fabrik

Nach der Ernte von Tabakpflanzen muss der Tabak trocknen. Die Trocknung setzt chemische Prozesse in Gang, die die Blätter wohlriechend und geschmeidig machen. Nach diesem sogenannten Curing bringen die Bauern die Tabakblätter zur Weiterverarbeitung in die Fabrik, zusammengebunden zu einzelnen Bündeln oder verpackt in Ballen. Weltweit gibt es etwa 150 Fabriken zur Grünblattverarbeitung.

Verarbeitung

An jeder Station gut aufgestellt

Vorklassifizierung

Erstmal Ordnung in die Sache bringen

Wenn die Tabakbauer ihre vorgetrocknete Ernte mit Lastwagen zu den Fabriken gebracht haben, landen die Tabakbündel oder Ballen direkt auf einem Transportband. Dort werden sie grob vorklassifiziert: Mit der Hand sortieren zahlreiche Mitarbeiter die Blätter nach Sorte und Qualität. Über die Güte eines Blattes entscheidet vor allem, welche Position es am Stängel der Pflanze hatte. So wachsen beispielsweise die Virginia-Blätter, die einen optimalen Nikotin- und Zuckergehalt aufweisen, im oberen Drittel des Stängels. Am Ende des Tages entscheidet die Güte des Tabaks, welchen Geschmack und welches Aroma eine Zigarette hat.

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Mischung

Die richtige Mischung macht‘s

An dieser Stelle im Prozess sind die Top-Experten gefragt. Sie stellen den Tabak so zusammen, dass er die Vorgaben des Kunden trifft: Qualitätsgrad, Blattgröße, Farbe, Verwendungszweck – das sind einige der wichtigen Parameter, die hier berücksichtigt werden. Für den manuellen Mischprozess des Tabaks liefert Garbuio die passenden Sortiertische.

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Spitzenschnitt und Entpackung

Aus eins mach zwei

Der eigentliche Verarbeitungsprozess beginnt. Das Tabakblatt wird in zwei Teile geschnitten: Die Blattspitze, die wenige, sehr dünne Rippen enthält, muss im weiteren Prozess nur noch befeuchtet sowie von unerwünschten Bestandteilen getrennt werden. Bei der Re-Trocknung trifft die Spitze wieder auf den Rest des Blattes. Dieser Teil durchläuft eine mehrstufige Bearbeitung, um das zarte Blattgut von den festen Blattrippen zu trennen. An dieser Station werden auch die Banderolen gelöst, die die Tabakbündel zusammenhalten.

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Konditionierung

Der Tabak liebt es warm und feucht

In diesem Schritt werden die zusammengeklebten, festen Blätter vereinzelt. Das passiert in einer sehr großen Konditioniertrommel. Dort werden die Blätter mit Dampf und Wasser angefeuchtet. Dabei kommt es vor allem darauf an, den Tabak schonend zu behandeln, gleichzeitig jedoch hervorragende Löslichkeitsergebnisse zu erzielen. Nun sind die Blätter geschmeidig, brechen nicht so leicht und sind damit bestens auf die weitere Bearbeitung in der Dreschmaschine vorbereitet.

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Auslese

Ein gutes Auge und flinke Hände

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen: In Handarbeit werden an dieser Stelle des Prozesses all die Blätter aussortiert, die den Qualitätsansprüchen nicht genügen. Dazu gehören Fehlfarben oder defekte Blätter. Auch Fremdkörper werden aussortiert – von Gräsern und Steinen über Styropor bis hin zu Kunststoff- oder Metallteilen, die im Tabak nichts verloren haben. Fest steht: Die akribische, mehrstufige Entfernung von Fremdkörpern sorgt für reibungslose Produktionsabläufe, hilft, unnötige Materialkosten zu vermeiden und ist für die spätere Produktqualität unerlässlich.

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Sortierung

Auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen

An diesem Punkt unterstützt moderne Technik den Sortierprozess. Optische Systeme suchen nach der Nadel im Heuhaufen und sortieren Kleinstteile wie Federn, Kunststoffe, Holzstücke, Papier oder Aluminiumfolien aus. Zum Einsatz kommen dabei zum Beispiel pneumatische Sortierer, die eine innovative Kameratechnologie mit einem Luftseparator kombinieren –diesem Auge und diesem Atem entgeht nichts. Tabakfremde Materialien werden zuverlässig identifiziert und entfernt. Sehr gute Arbeit leisten hier auch Bandsortierer. In manchen GLT-Anlagen ist den optischen Sortierern eine weitere Sortiermaschine vorgeschaltet, die den Tabak über rotierende Reinigungsrollen fördert. Dabei werden tabakfremde Bestandteile aufgefangen und zurückgehalten. Außerdem werden die Tabakblätter dabei weiter gelöst – was den optischen Sortierern anschließend die Arbeit erleichtert und deren Effizienz erhöht.

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Dreschen und Klassifizieren

Bei Bedarf immer wieder gerne

Endlich ist es soweit: Das Blattgut wird von den Rippen getrennt. Die dazu verwendete Anlage besteht aus einem Entripper, in dem sich ein mit Schlagzähnen bestückter Rotor gegen einen feststehenden Korb dreht. Die Tabakblätter wandern durch den Korb und werden von den Schlagzähnen zerkleinert. In der unteren Hälfte des Entrippers befinden sich große Behälter, die die Tabakblätter auffangen. Sogenannte Classifier, die mit einem vertikalen Luftstrom arbeiten, sortieren die Tabakblätter nun nach Gewicht: Leichte, rippenfreie Blattstücke werden auf die weitere Reise geschickt, schwere Blattstücke mit Rippe werden erneut durch den Entripper gegeben – so lange, bis sich auch die kleinsten Blattfetzen von der Rippe gelöst haben. Nach dem Dreschen wird das entrippte Blattgut wieder mit den zuvor abgeschnittenen Blattspitzen zusammengeführt und zur Re-Trocknung befördert.

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Re-Trocknung

Doppelt gemoppelt hält besser

Nach der Entrippung hat der Blattschnitt eine Restfeuchte von 18 Prozent – zu viel, um ihn über einen längeren Zeitraum hinweg sicher zu lagern. Der Tabak wird daher in einer Redrying-Anlage zunächst auf acht bis neun Prozent getrocknet, gekühlt und anschließend durch Dampfkondensation wieder auf circa zwölf Prozent befeuchtet. Doppelt gemoppelt zahlt sich hier aus, denn nur durch Übertrocknung und Wiederbefeuchtung entsteht eine gleichmäßige Endfeuchte des Tabaks. Die Blattspitzen und die bei der Entrippung angefallenen Rippen durchlaufen ebenfalls den Redrying-Prozess.

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Kartonbefüllung

Da passt noch was rein

Am Ende werden die noch warmen Tabakblätter in die Kartonpressen gefördert. Um einen kontinuierlichen Prozess zu garantieren, nutzt man Zwillingsanlagen – zwei Kartons werden parallel befüllt. Diese Kartons stehen – hydraulisch geklammert – auf einer Waage. Über ihnen befinden sich Einfülltrichter, die vollautomatisch mit der gesamten Füllmenge von 200 Kilogramm pro Karton befüllt werden. In einem Pressgang wird der Tabak mithilfe eines hydraulischen Stempels in den Karton gepresst. Viel Tabak auf kleinstem Raum, so lautet die Devise. Denn sämtliche Kartons werden von hier in die Rohtabaklager in aller Welt verschickt. Dort reift der Tabak, ähnlich wie ein guter Wein, manchmal bis zu zwei Jahre.
Durch langsame Fermentation ohne Wärmeentwicklung wird er weicher und runder im Geschmack. Erst jetzt hat er sein volles Aroma erreicht – und ist bereit für die Primary.

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Der GLT-Prozess

  • 3

    Verfahren

  • 22

    Verarbeitungsschritte

  • 35

    Maschinen & Anlagen

  • 3

    Logistikalternativen

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