Tabak pur

In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld können Fremdkörper in Zigaretten eine Marke nachhaltig schädigen. Der neue kamerabasierte Bandsortierer PURE beseitigt die Nachteile bestehender Lösungen, reduziert die Kosten und überzeugt mit beeindruckenden Resultaten.

Kompakt
 

Herausforderung

Im Naturmaterial Tabak befinden sich immer Fremdkörper. Diese gilt es auszusortieren, ehe sie mit weitreichenden negativen Konsequenzen beim Verbraucher im Endprodukt landen. Bestehende Sorting-Lösungen weisen jedoch erhebliche Nachteile wie eine komplexe Bedienung, hohe Wartungskosten und vor allem eine langfristig sinkende Sorting-Effizienz auf.

Lösung

Dank modernster Kameratechnologie überzeugt der neue Bandsortierer PURE durch:

  • einfache Bedienung
  • einfachen Self-Service
  • um bis zu 66 Prozent reduzierte Wartungskosten
  • eine konstante Effizienz von mehr als 85 Prozent

Das Problem mit im Rohtabak stets enthaltenen Fremdkörpern (NTRM) ist größer, als es auf den ersten Blick scheint: Eine Tonne unbehandelter Tabak enthält regelmäßig etwa 100 Gramm Fremdstoffe, die sich aus durchschnittlich 1.000 Fremdkörpern zusammensetzen. Das Schneiden des Tabaks steigert ihre Zahl auf rund 10.000 pro Tonne. Wenn aus einer Tonne Tabak 70.000 Packungen Zigaretten entstehen, findet sich ohne vorbeugende Maßnahmen in jeder siebten Packung ein Fremdkörper. „Am Sinn einer NTRM-Detektion zweifelt vor diesem Hintergrund niemand“, erklärt Frank Schuster, Head of Engineering bei Hauni. „Die große Frage ist, welche Lösung langfristig die meisten Vorteile bietet.“

 

Besser früh als spät
 

Dabei gibt es einiges zu beachten. So verlässt sich mancher Zigarettenhersteller einfach auf die NTRM-Detektion im Maker. Das ist allerdings von einer optimalen Lösung weit entfernt: Neben dem Risiko, dass NTRM nicht entdeckt und Qualitätsmängel erst vom Verbraucher bemerkt werden, steigt nach dem Schneiden auch die Anzahl von NTRM. Außerdem werden bis zu zehn Zigaretten aussortiert, wenn im Maker ein NTRM erkannt wird – ein unnötig hoher Verlust von Tabak, Papier und Filtern. Auch der alleinige Einsatz von Metalldetektoren verhindert die negativen Auswirkungen von NTRM nicht, da diese vor allem dem Schutz von Geräten dienen und lediglich alle ferromagnetischen Gegenstände aussortieren.

 

Weniger Kosten, höhere Effizienz
 

Doch auch eine Kontrolle mit den weitverbreiteten Lasersortern hat ihre Tücken. „Neben dem hohen Ersatzteilverbrauch stellt im Produktionsalltag vor allem die erforderliche Qualifikation für Operator und Wartungspersonal eine große Schwierigkeit dar. Die Kalibrierung der Laser können ebenso wie den regelmäßig erforderlichen Tausch nur externe Spezialisten durchführen“, erläutert Schuster. „Werden die nötigen Wartungsintervalle nicht penibel eingehalten, kommt es zu einem konstanten Abfall der Sortierleistung – die kann bis zu einem Totalausfall führen.“ Solche Schwierigkeiten sind mit dem in der Hauni Group weiterentwickelten kamerabasierten Bandsortierer PURE ausgeschlossen. Im Gegensatz zu Lasersystemen benötigt die robuste und leicht handhabbare Kameratechnologie keinen Lasertausch und nur wenig Ersatzteile. Handling und Wartung sind denkbar einfach und nach kurzer Einführung für jeden Mitarbeiter machbar.

„Im Ergebnis sinken die Wartungskosten um bis zu zwei Drittel, und die Anlage erreicht unter optimalen Bedingungen eine konstante Sortiereffizienz von mehr als 85 Prozent bei einem sehr geringen Tabakverlust von weniger als 0,3 Prozent“, so Schuster. „Um dieses Leistungsniveau zu erreichen, haben wir in unserer gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung entwickelten PURE-Familie neuste Bildverarbeitungstechnik, modernste Kameras und LED-Lichtleisten verbaut und präsentieren unseren Kunden so den weltweit effizientesten Optical Sorter.“