Interview Pordukte

Jürgen Dick

Geschäftsführer Hauni Primary

„Innovation hat viele Gesichter“

Innovation ist für das Geschäftsfeld Tabak ein entscheidender Erfolgsfaktor. Jürgen Dick, Geschäftsführer Hauni Primary (Schwarzenbek), nennt im Interview die wichtigen Trends und erläutert die auf Nachhaltigkeit angelegte Strategie des Geschäftsfelds.

Welches sind derzeit die wichtigsten Innovationstrends im Geschäftsfeld?

Unsere Kunden stellen sich breiter auf. Sie diversifizieren ihre Angebote und entwickeln neue, innovative Produkte, etwa mit der „heat not burn“ (HNB) –Technik. Bei dieser wird der Tabak nur erhitzt, aber nicht verbrannt. Selbstverständlich geht auch die Entwicklung bei der bereits weit verbreiteten E-Zigarette weiter. Glücklicherweise verfügt das Geschäftsfeld über die kreativen und motivierten Köpfe, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Daher wirken wir an diesen Innovationen intensiv mit und unterstützen unsere Kunden sehr erfolgreich bei der Entwicklung von risikoarmen Rauchprodukten.

Was tun Sie, um Ihre Mitarbeiter hierbei einzubeziehen?

 Innovation hat bei uns viele Gesichter. Wir fördern Mitarbeiterideen, veranstalten Workshops zu den Themen unserer Kunden und arbeiten in strategisch ausgerichteten Entwicklungsteams an neuen Technologien. Derzeit läuft zudem das Schulungsprogramm TIME über alle Körber-Standorte hinweg.

Wie kommt es zu dem Namen „TIME“ und welches Konzept steckt dahinter?

TIME ist die Abkürzung für das Technology-Innovation-Management-Excellence-Programm. TIME ist keine Richtlinie, sondern zeigt notwendige Technologie- und Innovationsmanagement¬prozesse sowie -methoden auf , die in vielen erfolgreichen kleinen und großen Unternehmen zum Einsatz kommen. Ziel ist es, einen hohen Anwendungs- und Reifegrad in unseren Unternehmen zu erreichen. In dem Programm lernen unsere Mitarbeiter, wie unsere Innovationsprozesse ablaufen und auf welchen Methoden diese basieren. Dabei werden unsere Mitarbeiter aktiv in die Ausrichtung und Gestaltung des Programms mit einbezogen. So erhalten Sie beispielsweise die Möglichkeit, nach der Schulung in eine Diskussion mit jeweils einem Unit-Leiter einzusteigen, um Anregungen oder Kritik vorzubringen. Der offene Austausch ist enorm wichtig, um Schwachstellen im Innovationsmanagement zu erkennen und zu beseitigen.

Welche Nachhaltigkeitskriterien werden in Ihrem Innovationsmanagement berücksichtigt?

Energieverbrauch, Langlebigkeit, Lebenszykluskosten und Geräuschemissionen der Maschinen und Anlagen spielen auf jeden Fall eine wichtige Rolle. Auch bei der Gestaltung der Herstellungsprozesse beachten wir Nachhaltigkeitskriterien. Wir versuchen generell, unsere Abläufe möglichst einfach zu gestalten und reduzieren unsere Schadstoffemissionen. Um lösungsmittelbedingte Emissionen zu vermeiden, werden lackierte Teile vielfach durch Edelstahlkomponenten ersetzt. Und wo dies nicht möglich ist, verwenden wir besonders lösemittelarme Lacke. Auch durch das Schweißen entstehen Emissionen. Um diese zu reduzieren oder vereinzelt sogar ganz zu vermeiden, verwenden wir Blechteile, die konstruktiv derart gestaltet sind, dass sie sich ohne Schweißen miteinander verbinden lassen. Das spart nicht nur Arbeitsgänge, sondern resultiert üblicherweise auch in leichteren Konstruktionen, mit denen wir Rohstoffe und Energie sparen.

Wie eng arbeiten die Standorte und Gesellschaften des Geschäftsfelds bei Innovationen zusammen?

Da ist alles möglich und es wird alles gemacht: Je nach Thema gibt es lokale oder internationale Entwicklungsteams, auch mit externen Dienstleistern oder Universitäten arbeiten wir intensiv zusammen. Hinzu kommt ein sehr intensiver und enger Austausch mit unseren Kunden, um von Anfang an für ein neues Produkt die optimale Lösung zu finden. Basis sind die an den großen Standorten fest etablierten Forschungs- und Entwicklungsteams.

Wie beziehen Sie die Kunden in Ihre Innovationsprozesse mit ein?

Ein Teil der Entwicklungen ist vom Kunden getrieben. Hier sind wir als kompetente Partner Teil des Kundenentwicklungsprojektes. Oft ist auch der Kunde ein Bestandteil unserer Entwicklungsteams. Bei unseren Innovationen geht es aber nicht nur um Lösungen für den aktuellen Bedarf unserer Kunden. Ein nicht unerheblicher Teil unserer Entwicklungsarbeit besteht darin, Trends am Markt zu erkennen und somit künftige Bedürfnisse der Kunden frühzeitig zu antizipieren. Hierzu tauschen wir uns regelmäßig und intensiv mit diesen aus.

Ansprechpartner

Als Sustainability Manager für das Geschäftsfeld Tabak ist Dirk Kronenberg Ihr Ansprechpartner für Fragen und Anmerkungen rund um das Thema Nachhaltigkeit.
Tel. +49 40 72 50-29 22, E-Mail

Nachhaltigkeitsbericht 2016

Bericht

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