Interview Umwelt

Dénes Korcz

Leiter Facility Management Hauni Hungaria

Dénes Korcz ist überzeugt, dass jeder im eigenen Verantwortungsbereich schauen sollte, wie er das Umweltmanagement nachhaltig unterstützen kann. Für den Standort Pécs sei es zum Beispiel eine gute Idee gewesen, Bäume auf dem eigenen Gelände zu pflanzen.

Wie unterscheidet sich das Umweltmanagement in Pécs von dem an anderen Standorten?

Eigentlich besteht kein großer Unterschied gegenüber anderen Standorten. Auch bei uns übernimmt das Facility Management die konkreten Aufgaben im Umweltmanagement. Zudem haben wir mit Attila Kalangya, genau wie mit Susanne Stübe am Standort Bergedorf, einen Umweltschutzbeauftragten benannt. In regulatorischer Hinsicht gibt es in Ungarn allerdings Besonderheiten, die wir berücksichtigen müssen. Deshalb setzen wir mit unseren Maßnahmen eigene Schwerpunkte. Hierfür gibt es aber auch noch andere Gründe, etwa weil es hier in Pécs im Sommer deutlich heißer wird als beispielsweise in Norddeutschland.

Auf welche Maßnahmen sind Sie besonders stolz?

Einfach und zugleich sehr wirksam ist es zum Beispiel, unsere Gebäude durch den natürlichen Schatten von Bäumen zu kühlen. Dazu haben wir rund 100 Bäume an Fertigungshallen, dem neuen Sozialgebäude und neuen Parkplätzen gepflanzt. Auch auf der 2014 hinzugekauften, gut drei Hektar großen Betriebsfläche pflegen wir gezielt den alten Baumbestand. Dass sich dadurch die Atemluft verbessert und sich Mitarbeiter auf dem Gelände insgesamt wohler fühlen, ist ein positiver Nebeneffekt.

 Wie sieht das Umweltmanagement ganz praktisch aus? Worauf legen Sie einen Fokus?

Wir setzen im Umweltmanagement ganz gezielt auf die persönliche Verantwortung und kommunizieren dies aktiv. 2015 und 2016 haben wir eine sehr erfolgreiche Kampagne zur Energieeinsparung durchgeführt. Alle zwei Wochen wurden über die Monitore in der Fertigung einfache Botschaften zur Energieeinsparung an alle Mitarbeiter kommuniziert, wie „Fenster schließen!“, „Lichter ausschalten!“ oder „Klimaanlage nur bei Anwesenheit anschalten!“. Die Kollegen haben diese Aufforderungen mit Begeisterung umgesetzt und wurden dabei von den Zeitschaltuhren unterstützt.

Welche Rolle spielt das Ressourcenmanagement an Ihrem Standort?

Energie- und Ressourcenmanagement bilden den Kernbestand unserer Umweltschutzmaßnahmen. Beispielsweise verwenden wir überschüssige Wärme aus dem Betrieb der Kompressoren zum Heizen von drei Fertigungshallen im Anlagenbau und der Zerspannung. Zudem achten wir bei der Anschaffung von Fertigungsmaschinen darauf, dass diese energieeffizienter sind als die Vorgängermodelle. Damit die Wärme im Sommer nicht ins Gebäude gelangt und wir bei der Klimatechnik Energie sparen können, haben wir in den vergangenen fünf Jahren zirka 100 Außenjalousien angebracht, In den Produktionshallen wurde zudem eine energieeffiziente, tageslichtabhängige Steuerung der Beleuchtung eingeführt. Um Wasser zu sparen, haben wir inzwischen über 50 Prozent unserer Herrentoiletten mit wasserlosen Urinalen bestückt.

Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht der Austausch mit den Verantwortlichen anderer Standorte für ihr Umweltmanagement?

Ich stimme mit der Umweltschutzbeauftragten Susanne Stübe überein, dass wir neue, kluge Ideen für den Umwelt- und Klimaschutz noch konsequenter nutzen sollten. Ein engerer Austausch untereinander wäre sicher sehr hilfreich hierbei. Der Aufbau eines Nachhaltigkeitsteams hier am Standort Pécs ist ebenfalls ein wichtiger Schritt.

Ansprechpartner

Als Sustainability Manager für das Geschäftsfeld Tabak ist Dirk Kronenberg Ihr Ansprechpartner für Fragen und Anmerkungen rund um das Thema Nachhaltigkeit.
Tel. +49 40 72 50-29 22, E-Mail

Nachhaltigkeitsbericht 2016

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